„Aber“ – ein Wort mit viel Gewicht

Unsere Sprache beeinflusst unseren Erfolg

 

„Aber“ – dieses kleine Wort kann Deine guten Vorhaben von Grund auf sabotieren. Stelle Dir vor, Du bist mit einem guten Freund unterwegs und dieser sagt: „Hej, ich schätze Dich wirklich als Freund, aber…“ oder jemand sagt, „Das ist ein wunderbares Jacket, das Du trägst, aber…“ oder „Diesen Auftrag hast Du super erledigt, aber…“ – was passiert in Deinem Kopf, wenn jemand das kleine Wort „aber“ verwendet?

Wie auch immer wir versuchen, rational mit solchen Botschaften umzugehen, emotional reagieren wir so, dass wir alles, was vor dem Wort „aber“ gesagt wurde, ignorieren und all unsere Sinne auf das fokussieren, was nach dem „aber“ kommt. Instinktiv fühlen wir, dass das, was nach dem „aber“ kommt, das ist, was unsere Gegenüber tatsächlich fühlt und denkt. Das Wort „aber“ vernichtet alles, was vor ihm gesagt wird und wird generell als Signal gesehen, dass das Wichtigste danach kommt.

Wenn man das Wort „aber“ bewusst einsetzt, kann man all dem, was danach kommt, extreme Bedeutung zukommen lassen – somit wird dieses kleine Wort auch oft missbräuchlich verwendet. Vor allem in Teamsitzungen oder Vorstellungsgesprächen wird das Wörtchen „aber“ oftmals verwendet , um Menschen zu verunsichern.

In vielen Fällen wird das kleine Wort „aber“ auch ohne Absicht verwendet. Es ist, als würde der Mensch, der es verwendet, auf eine „verbale Landmine“ treten. Alles, was im Gespräch angestrebt war, wird damit zerstört – denn der Zuhörer fokussiert auf das, was nach dem „aber“ kommt.

 

 

NLP – Wie Sprache das Denken verändert

 

Die einfachste Möglichkeit ist, das Wort „aber“ durch das Wort „und zu ersetzen! Versuche es einfach sieben Tage lang und stelle fest, was das bewirkt – Du wirst sehen, das Wort „aber“ verschwindet fast gänzlich aus Deinem Wortschatz! Stelle Dir vor, wie es bei Deinem Gegenüber ankommt, wenn Du sagst: „das war ein wunderbarer Abend und ich denke, wir haben uns zu viel vorgenommen!“ Wieviel positiver wirkt das „und“ im Vergleich zu einem „aber“!

Vielleicht kommt Dir diese radikale Veränderung Deiner eigenen Sprache zu Beginn ein wenig eigenartig vor – immerhin ist das „aber“ sehr in unserer Kultur verankert. Doch Du wirst merken – binnen kürzester Zeit verändert sich Deine Einstellung zur Welt!

Augenbewegugen richtig interpretiert

Erfolgreich kommunizieren mit NLP

 

Einer der größten Gewinne des NLP ist, dass das Kommunizieren mit anderen Menschen erfolgreicher wird – und einfacher. Ein Beispiel für diese optimierte Form des Kommunizierens ist der Einsatz des Technik, die Augenbewegungen des Anderen richtig zu interpretieren.

Die Umsetzung dieser Technik befähigt einen NLP-Kundigen, die Augenbewegungen seines Gegenübers richtig zu interpretieren und so zu erkennen, wie dieser Mensch Informationen verarbeitet, ob er mehr auf Gespräche oder Gefühle achtet und ob er mehr auf Bilder oder Geräusche anspricht. Außerdem erkennt ein NLP-erfahrener Mensch dann rasch, wann der Betreffende offen für ein Gespräch ist und wann es besser ist, in seiner Gegenwart still zu sein.

 

Augenzugangshinweise richtig deuten

 

Diese Bewegungen des menschlichen Auges werden Augenzugangshinweise genannt. Bei den meisten Menschen gelten die folgenden Augenzugangshinweise, bei einigen wenigen sind die Seiten vertauscht.

Blicke auf die Augen Deines Gegenübers. Blickt dieser Mensch nach rechts oben, so konstruiert er visuell, sprich, er stellt sich etwas visuell vor. Diese Augenbewegung würde zum Beispiel bei der Frage „Wie siehst Du wohl in einem weißen Kleid aus?“ einsetzen. Wenn der Mensch auditiv konstruiert, sich also ein Geräusch vorstellen soll, bewegen sich die Augen nach rechts zur Seite, wenn wir dem Menschen gegenüber sitzen, also für uns nach links. Blickt ein Mensch nach rechts unten, erinnert er sich an Gefühle oder körperliche Wahrnehmungen.

Blickt ein Mensch auf die linke Seite, geht es verstärkt um Erinnerungen. Nach links oben zu blicken deutet darauf hin dass die entsprechende Person sich an ein bereits wahrgenommenes Bild erinnert. Dies geschieht zum Beispiel bei der Frage „Wie sah denn das Hotel aus, von dem Du erzählt hast?“. Beim Blicken zur linken Seite wird an ein Geräusch erinnert. Wenn ein Mensch nach links unten blickt, so ist er in einem inneren Dialog.

Aus diesem Wissen kann ein Kundiger in Gesprächen sehr gut beobachten, was er im Gegenüber auslöst – erinnert sich dieser Mensch oder konstruiert er?

Repräsentative Systeme

Was sind „Repräsentative Systeme“ im NLP?

 

Im NLP verwenden wir den Begriff „Repräsentative Systeme“ anstatt des üblichen „fünf Sinne“, denn dieser Begriff unterstützt die These, dass wir unsere Sinne verwenden, um Informationen zu verarbeiten und weiterzugeben. Wir sprechen von Selbstgesprächen, Geräuschen, Bildern und Gefühlen sowie von Geschmäckern und Gerüchen. Wir verwenden einen individuell verschiedenen Mix dieser Wahrnehmungen und bevorzugen individuell den Einsatz bestimmter Systeme.

 

Hinweise auf die innere Aktivität eines Menschen

 

Im NLP achten wir darauf, wie ein Mensch seine Sinne, also seine inneren Systeme individuell einsetzt. Unsere Sinne nehmen permanent Informationen auf – auch wenn wir dies nicht bewusst wahrnehmen! Es ist also von enormer Bedeutung, womit wir unsere Sinne „füttern“, denn ob wir wollen oder nicht, beeinflusst uns diese Information. Wir können beispielsweise beim Gedanken an etwas feststellen, welche Sinne – oder repräsentativen Systeme – zu reagieren beginnen. In weiterer Folge können wir dafür Sorge tragen, gewisse Gedanken oder Situationen, die uns zu ungewünschten Reaktionen bringen, zu vermeiden. Dies gelingt mit den Techniken des NLP.

Es gibt eine Vielzahl äußerer Hinweise darauf, wie ein Mensch innerlich agiert, sprich, wie er „tickt“. Die zwei wichtigsten Faktoren dafür sind bestimmte Aussagen, also Worte oder Phrasen, die ein Mensch immer verwendet oder die Art und Weise, wie ein Mensch seine Augen bewegt, wenn er nachdenkt. Diese Bewegungen geben Aufschluss darüber, wie ein Mensch Informationen verarbeitet.

NLP – zehn Punkte zum Basiswissen

NLP Kenner wissen, was sie tun

  1. Wir begegnen andere Menschen mit einem weichen Blick, ohne Wertung, ohne Härte. Diese offene Haltung verändert die Grundstimmung – Menschen fühlen sich in unserer Gegenwart gut und sicher.
  2. Wir vermeiden wenn möglich das Wort „aber“. Dieses kleine Wort kann all unsere guten Vorsätze sabotieren. „Aber“ zerstört das, was wir an sich vermitteln wollen, denn ein Zuhörer wird immer unbewusst die Information streichen, die vor dem „Aber“ kam.
  3. Wir vermeiden das Wort „versuchen“. Entweder wir tun etwas oder nicht – versuchen verlockt dazu, sein Ziel aus den Augen zu verlieren. Versuchen erinnert an versagen. Versuchen kann zu versagen führen – wenn wir aus Überzeugung TUN, dann geschieht auch wirklich etwas.
  4. Im NLP arbeiten wir mit so genannten repräsentativen Systemen, wir erkennen anhand der Sprache, der Bewegungen und der Worte, die gewählt werden, wie ein Mensch denkt und können uns in der Kommunikation darauf einstellen.
  5. Anhand der Augenbewegungen eines Menschen können wir sehen, ein Mensch denkt, ob er mehr in der Vergangenheit oder in der Zukunft verankert ist und wie er seine Erinnerungen abruft.
  6. Im Umgang mit NLP Fachbegriffen wird darauf Rücksicht genommen, dass andere Menschen diese Begriffe nicht kennen – niemand hat etwas davon, wenn ein angehender NLP Practitioner sie verwendet.
  7. Im NLP verwenden wir das so genannt „Reframing“ – wir re-interpretieren negative Erlebnisse und ihre Auswirkungen auf uns. Dazu gibt es verschiedenste verbale Techniken, die uns ermöglichen, Vorkommnisse anders zu sehen als zuvor. Denn es macht einen Unterschied, ob ein Glas halb voll oder halb leer ist!
  8. Die verschiedenen neuro-logischen Levels ermöglichen es uns, zu erkennen, wie ein Mensch in der Kommunikation tickt.
  9. Verschiedene Perspektiven – die NLP Technik des Erkennens des Standpunkts anderer Menschen ermöglicht es uns, entsprechend dieser Standpunkte zu agieren.
  10. Körpersprache ist eine der wichtigsten Möglichkeiten der nonverbalen Kommunikation – umso wichtiger ist es, darauf zu achten, was unser Körper erzählt, während wie kommunizieren.